2020

16.10.2021

Hier kann man aktuell ablesen, welcher Strom wohin geliefert wird.

17.08.2021

FASSUNGSLOS
Regierung? Was ist das?


Auch wenn wir immer weniger Dirigismus wollen,
in Krisensituationen muss man schon tätig werden.
Nur zwei Beispiele:

Da gibt es eine Flutkatastrophe, aber was macht der Katastrophenschutz?
Vier Tage zuvor wurde aus Großbritannien massiv vor den zu erwartenden Regenfällen gewarnt.
Sirenen? Die paar, die nicht abgebaut worden waren funktionierten nur zum Teil, das war aber erst ein halbes Jahr bekannt.
Ehrenamtliche Helfer berichten Erschreckendes und man kann nicht verstehen, was Behörden gemacht haben.
Die Wasser der Talsperren des Ruhrtalsperrenverbandes wurden so weit und so schnell wie möglich abgelassen, um den zu erwartenden Regenfällen Raum zu bieten - das erfährt man danach und fragt sich, warum ein Privatmann auf eigenes Risiko einen Abfluss freilegen muss, um einen Dammbruch der Steinbachtalsperre zu verhindern.


Da ziehen die deutschen Soldaten aus Afghanistan ab und jeder weiß, dass das Machtvacuum den Islamisten die Bahn für die Machtübernahme freimacht.
Die Botschaft warnt und die Bundesregierung backt Plätzchen.
Kaum zu fassen, während eine amerikanische Maschine 640 Gefährdete ausfliegt, schaffen unsere Bundesrecken gerade mal sieben Personen - ob die eine Cesna gechartert haben, wurde nicht bestätigt.
Die Älteren unter uns werden sich noch an Insterburgs Dreiparteienlied erinnern - der Text muss wohl dringend umgeschrieben werden.
Es ist eine Schande, was sich dieser Bundestag hier geleistet hat. Seit Jahren ist bekannt, dass die Taliban den Islam in der Form ihres Propheten Mohammed einführen wollen und genau so lange ist klar, was das für die "Kollaborateure der Ungläubigen" und deren Familien bedeutet.
Die direkte Einführung der Scharia ist vergleichbar mit der direkten Wiedereinführung der Inquisition bei uns.
Genau dazu gab es einen Antrag der Grünen am Mittwoch dem 23.06.2021 im Deutschen Bundestag, der von SPDU abgelehnt wurde.



Das sind nur zwei Beispiele für den Umstand, dass wir es wohl eher mit einer UNREGIERUNG zu tun haben.



24.07.2021

E-Mobilität, ein Opfer der POLITIK


Was Politik wirklich bewirken kann, sieht man eindrucksvoll an der E-Mobilität

Besser ausgedrückt, WAS POLITIK WIRKLICH und dauerhaft „VERMURKSEN“ KANN.

Tatsächlich liegen die Entscheidungen mehr als 66 Jahre zurück, die Entscheidungen, die die E-Mobilität in Europa und damit der ganzen Welt vernichtet haben.
Darum fehlen uns jetzt mehr als 66 Jahre Entwicklungszeit.
Die heute bekannten Vorteile waren schon in den Fünfzigern bekannt, Oberleitungsbusse sorgten für sauberere Luft in den Innenstädten und Kleintransporter fuhren elektrisch.
Mitte der fünfziger Jahre formulierten die Fachleute ihre Forderungen zur Weiterentwicklung, doch die Politik ignorierte sie:
Am 6. April 1955 verabschiedete der Bundestag das Verkehrsfinanzgesetz, das bis dahin bestehende steuerliche Vorteile für Elektroautos aufhob. „Steuererhöhungen bis zu 575 Prozent“ für manche Elektroautos waren die Folge, weil die Steuern für Elektroautos, die damals zu hunderten auf den Straßen fuhren, nun nach dem Gewicht berechnet werden sollten. Betroffen waren der DKW Schnellaster, die elektrischen Paketwagen der Post und andere. Das „trug wesentlich zum Niedergang des Elektrofahrzeugs ab den 1950er-Jahren bei“. So beschreibt es Joel Fischer in der Fachzeitschrift „Das Archiv“.

Hier geht 's zum Artikel von GUSTAV THEILE.
Und nun mag man sich fragen, wie und warum kann so etwas passieren?
Politiker vertreten doch wohl die Interessen des Volkes.
In diesem Falle sicherlich nicht.
Elektroautos fuhren in den Städten im Kurzstreckenverkehr und ebenfalls im Schwerlastverkehr, also da, wo es nicht auf Geschwindigkeit oder eine große Reichweite ankam, wo es von Vorteil war, leise zu fahren und innerhalb von größeren Gebäuden.
Mit der Entscheidung 1955 erreichte man, dass Kleintransporter und Zugmaschinen für schwerste Lasten aus dem Straßenbild spätestens verschwanden, wenn die neue Rechnung vom Finanzamt kam.
Sie wurden ersetzt durch Fahrzeuge, die ihre Betriebsstoffe aus der Petroindustrie bezogen und ihre Abgase genau da hinterließen, wo sie eingesetzt waren - vielleicht war das eine Art Vorteil, denn der Strom kam damals nur aus Kohlekraft.
Hätte man seinerzeit nicht diesen Fehler gemacht, würden wir seit dem immer noch von einer elektrischen Post beliefert, hätten Zugmaschinen, die schwerste Lasten Geräusch- und Emissionslos ziehen können und hätten seit dem sicher auch einige Nischen-PKW mit Elektroantrieb.
Weiter noch, es hätte innovative Ingenieure gegeben, die die Speichertechnik weiter entwickelt hätten und wir brauchten heute keine Brechstange anzuwenden, um einen Umstieg zu schaffen.
Unsere Politiker brauchten nicht den Ölscheichs in den Arsch zu kriechen und könnten dort mit Nachdruck die Einhaltung der Menschenrechte fordern.

Aber was hatte es denn damals für Gründe gegeben?
Helmut Schmidt hätte man als Zeitzeugen fragen können, denn er war damals im Bundestag in einer Oppositionspartei die möglicherweise ebenfalls mitgestimmt hat.
Aus heutiger Sicht kann man keine logischen Gründe finden. Vielleicht hat die Petrolobby schon damals einen ausreichenden Einfluss gehabt, die Politker "zu überzeugen" gegen jede Vernunft zu handeln.
Ich kann mich noch gut erinnern, in den frühen Sechzigern mit meinen Eltern im Hafen von Cuxhaven gewesen zu sein.
Dort wurden Schiffe entladen. Die Entladekräne wurden elektrisch betrieben.
Die großen und schweren Lasten kamen auf Tieflader und die wurden von Zugmaschinen gezogen, die kaum Geräusche machten und aus denen keine schwarzen Rauchwolken kamen.
Dieser Vorgang faszinierte mich derart, dass mein Vater Schwierigkeiten hatte, mich da weg zu ziehen.
Ich war begeistert zu sehen, wie die Zugmaschinen sich mit den tonnenschweren Lasten in Bewegung setzten und sie im Hafen hin und her transportierten. Zu der Zeit gab es einen direkten Gleisanschluss, um die Güter weiter zu transportieren.
Mein Vater erklärte mir das dann so:
„Die Zugmaschinen sind zu langsam und zu schwer. Die haben ja noch nicht einmal Luftreifen. Auf Straßen dürfen die sowieso nicht mehr fahren!“
Dass die Besitzer und Betreiber mit Strafzöllen belegt worden waren, die der Deutsche Bundestag beschlossen hatte, wusste ich zu der Zeit noch nicht.
Tatsächlich bewegten sie sich auf großen Vollgummireifen und mein Vater meinte ebenfalls, sie wären zu gefährlich, weil man sie nicht hören würde. Man könne leicht überfahren werden.

Jahre später brauchte man zwei dieselbetriebene Zugmaschinen um die schweren Lasen zu bewegen und die brauchten damals heufig neue Kupplungen.



Und es gab immer wieder Pioniertaten einzelner Ingenieure, die möglicherweise nicht schnell genug von ihren Vorgesetzten zurückgepfiffen werden konnten.
Hier ist der ElektroGT nur ein Beispiel von vielen.






18.07.2021


Aus aktuellem Anlass
Der Mensch und das Wasser

14.07.2021


Alle reden vom...


09.07.2021

Haben wir die Wahl?

Die bisherige Politik bringt uns in berechtigte Regressforderungen aus Brüssel, weil wir unser Trinkwasser nicht ausreichend vor Nitrat schützen und gleichzeitig in NRW das Landeswassergesetz dahingehend reformiert wird, dass Bauern endlich wieder direkt neben naturnahen Gewässern düngen können.
Eine Energiewende ist unverzichtbar und alle sagen uns, wie nötig sie sei und alle bekunden, da mit zu machen, ja es besser zu machen, als alle anderen.
Gleichzeitig haben wir seit 2005 den Beweis, dass es Parteien gibt, die keine Gelegenheit und keine Möglichkeit ausgelassen haben, die Energiewende platt zu machen, ja, die das sogar deutlich als ihre Ziele formuliert haben.

2020
Warum man ausgerechnet dieses Wahlversprechen eingehalten hat, sollte man mal die beteiligten Parteien fragen, die gerade in einer einträchtigen Koalition in Düsseldorf weiter machen und genau die genannten Ziele weiter verfolgen.
Da wird die Landschaftsvernichtung durch die Braunkohleindustrie weiter betrieben, um etwa 19500 Arbeitsplätze zu erhalten, während gleichzeitig 240 000 Arbeitsplätze in der Brange der Regenerativen Energien vernichtet werden und keiner schreit auf, denn diese Verspargelung der Landschaft soll ja nicht so weiter gehen – an malerische Kraftwerke in den Wohngebieten denkt dabei wohl keiner.

Die Abstände zu Müllverbrennungsanlagen sollte man sich mal im Gegensatz zu den Regelungen für Windkraft ansehen und sich fragen, was sich DIEJENIGEN, die Klima, Umwelt und Zukunft wie seit Jahren, nur verbal schützen wollen, dabei denken.
Wahrscheinlich, dass der Wähler ein weiter so und durch besser akzeptiert als alles andere und dass man nach der Wahl sowieso wieder macht, was man immer schon wollte, allerdings die Politik gegen Wind und andere regenerative Energien weiter fortsetzt, denn das Versprechen von 2005 ist offensichtlich das einzige, an das man sich hält.

Wie wichtig DENEN der Ausbau der Regenerativen Energie und der Umstieg auf E-Mobilität ist, zeigt schon ein Blick in die Welt.


Ein Ladekabel steckt im Ladepark für Elektroautos im Tankstutzen eines E-Autos. (Symbolfoto) Foto: dpa/Sebastian Kahnert


Was William Voltz schon in den Siebzigern formulierte, kann man wohl nicht oft genug wiederholen:

Politik ist die Kunst,
dem Gegner Tiefschläge zu verpassen
und selber vor Schmerzen zu heulen!




19.06.2021

Klatsche für die Steinindustrie in Warstein?


Ein Kommentar von Bernd Müller, stellvertretender Vorsitzender des Regionalrates Arnsberg

"Die Bewilligung der Bezirksregierung Arnsberg für die Wasserentnahme aus der Lörmecke-Quelle ist bis 2044 gesichert.
Das ist doch mal eine gute Nachricht, die das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster schon am 2.6.2021 veröffentlicht hat.
Die zwei anderen guten Nachrichten stehen etwas versteckt in der Begründung des Urteils. Auf diese werde ich noch zu sprechen kommen.

2020
Aber zunächst ist festzustellen, dass mal wieder die Steinabbauindustrie in Warstein eine herbe Niederlage vor dem OVG hat einstecken müssen. Und die ist mit Risiken und Nebenwirkungen für sie selbst verbunden.

Denn sie haben letztendlich mit einem rechtlich und inhaltlichem „Rundumschlag“ versucht, eine Berufung gegen das erste Urteil des Verwaltungsgerichtes Arnsberg vom Juli 2018 zu erreichen.
Und sind damit krachend gescheitert.
Das Gericht wurde dann in einigen, für die Wasserwirtschaft wichtigen Punkten, außerordentlich deutlich.
Fangen wir mal mit dem „emotionalen“ Tenor des Beschlusses an. Das Gericht gelangt am Ende ihrer rechtlichen Beurteilung zu der Auffassung, dass die Vielzahl der fachlichen und rechtlich vorgetragenen Gesichtspunkte der Steinabbauindustrie nicht oder wenig komplex und damit für Juristen überschaubar seien.
Ganz offensichtlich ärgern sich die Richter des OVG`s über die Antragsteller. Sie schreiben am Ende der 42 Seiten langen Begründung, dass jedem Rechtskundigen nach Prüfung der einschlägigen Vorschriften hätte klar sein müssen, dass eine Berufung aussichtslos ist. Weiter heißt es: „Die Vielzahl der vorgebrachten Einwände besagt nichts anderes. Sie erhöht lediglich aufgrund der gebotenen Gewährung rechtlichen Gehörs den Begründungsaufwand.“ Zu Deutsch: die Arbeit, die den Richtern des OVG`s quasi zusätzlich gemacht worden ist, war völlig unnötig.
Neben dieser höchstrichterlichen, dicken Klatsche wegen der unnötigen Arbeit, trifft das Gericht noch interessante Aussagen – die die Steinindustrie sicherlich nicht hören wollte.
Ich will nur zwei interessante Details des Beschlusses nennen. Da ist zunächst die Frage des Nassabbaus, die permanent im Urteil thematisiert wird. Interessant ist die Feststellung, dass die Bezirksregierung, laut OVG, zurecht keinen Bedarf für einen Nassabbau bis 2044 festgestellt hat. Und die Steinindustrie konnte nicht nachweisen, dass diese Bedarfsberechnung falsch sei. Das heißt im Klartext, dass zumindest von dieser, sehr problematischen Abbauweise, in den nächsten Jahren keine zusätzliche Gefahr für die Quellen zu erwarten ist.
Für die zweite gute Nachricht belasse ich es mal einfacherweise den Richtern des Oberverwaltungsgerichtes es selbst sehr deutlich und verständlich klarzustellen:
„Der Vorrang ist der Wassergewinnung in den Bereichen zum Grundwasser- und Gewässerschutz einzelfallunabhängig und generell eingeräumt. Er beruht auf den potenziell wassergefährdenden Wirkungen des Abbaus oberflächennaher Bodenschätze und der Vorgabe des § 50 Abs. 2 WHG. Die Wassergewinnung geht in den betroffenen Bereichen aufgrund ihrer vorrangigen Bedeutung dem Abbau der Bodenschätze im Ausgangspunkt vor; der Abbau der Bodenschätze hat auf die Wassergewinnung Rücksicht zu nehmen und nicht umgekehrt.“ (Seite 27-28)
Als sachkundiger Bürger der SPD des Kreises Soest freue ich mich - genau so wie die Kreisverwaltung - über dieses Urteil - denn der Kreis ist Eigentümerin der Lörmecke-Quelle. Außerdem dürfte dieses Urteil künftig auch prägend sein, für eine noch ausstehende Bewilligung der Hillenbergquelle in Warstein. Das wäre wiederum gut für ganz Südwestfalen."

Bernd Müller, stellvertretender Vorsitzender des Regionalrates Arnsberg





06.05.2021

Don Quijote lässt grüßen



Das Trinkwasser in NRW ist gefährdet, die Regierung hat den Trinkwasserschutz aus dem Gesetz entfernt.
Nach über 25 Jahren Kommunalpolitik und über 50 Jahren politischem Engagement dann eine solche Erfahrung zu machen, ist mit Worten kaum zu umschreiben.


Seit 2009 gibt es die Initiative Trinkwasser zum Erhalt der Lörmecke Wasserversorgung im Raum Warstein…

Ach, um die Contenance zu wahren, lasse ich doch lieber Bernd Müller aus Geseke zu Wort kommen, den stellvertretenden Vorsitzenden des Regionalrates Arnsberg.


„Trinkwasserschutz – Nein Danke!

Letzte Woche ist es passiert: die FDP/CDU – Regierungskoalition hat das Landeswassergesetz zu Gunsten des erweiterten Stein- und Kiesabbaus in NRW geändert. Im Schleppnetz dieser Entscheidung – die sich gegen den Schutz des Trinkwassers richtet - war auch die AFD-Fraktion.

2020

Im Vorfeld hatten nicht nur große Wasserverbände, wie zum Beispiel Gelsenwasser und der Verband kommunaler Unternehmen gegen die Änderung des Gesetzes protestiert, sondern auch die Umweltverbände und Trinkwasserinitiativen aus Südwestfalen.
Der Kreistag Soest und der Regionalrat in Arnsberg – das für Südwestfalen zuständige politische Gremium - hatten Resolutionen gegen die Änderung des Landeswassergesetzes an die Landesregierung geschickt. Trotz einvernehmlicher Entscheidung für den Trinkwasserschutz in den Räten hat dieses Signal offensichtlich kein Gehör bei der Laschet-Regierung gefunden.

„Hieran sieht man, was in dieser Gesellschaft für die CDU und vor allem für die FDP – als Lobbypartei der Steinabbauindustrie- wirklich wichtig ist. Jedenfalls nicht der Schutz des Trinkwassers und der Flüsse. Ich halte das für unverantwortlich, den gesetzlich geregelten Schutz des Trinkwassers zugunsten wirtschaftlicher Einzelinteressen aufzuheben“, so Bernd Müller, Mitglied der SPD-Fraktion und stellvertretender Vorsitzender des Regionalrates.

Jetzt ist die Tür für die Sprengungen von Kalkgestein in Trinkwasserschutzgebieten in Südwestfalen weit auf. Das kennen einige in Warstein schon. Im Jahre 1969 war das Entsetzen groß, als die Hillenbergquelle durch eine Sprengung im Steinbruch quasi versiegt ist und die Bevölkerung ohne Trinkwasser auskommen musste. Mit der Erschließung der Hillenbergquelle II an anderer Stelle in Warstein konnte danach wieder Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden.
Nicht nur das: jetzt kann über die Veränderung des wichtigen § 37 Abs. 2 Landeswassergesetz auch tiefer - im Grundwasser - abgegraben werden. Im Jahre 2010 kam es bei einer „Fehlsprengung“ zu einer Trübung der Hillenbergquelle II.
Seit langer Zeit wird um das richtige Verhältnis zwischen Trinkwasserschutz und Steinabbau – vor allem in den Genehmigungsverfahren - in Südwestfalen gerungen. Das hat die Landesregierung jetzt deutlich zu Lasten des Trinkwasserschutzes geändert.
Auch im Hinblick auf den aktuellen Klimawandel mit deutlich wärmeren Jahren und Dürren müssen die Ressourcen von Grund- und Trinkwasser in NRW aktiv geschützt werden, ansonsten droht eine Trinkwasserknappheit.
Die Landesregierung hat übrigens in ihren Statements behauptet, dass Trinkwasser uneingeschränkt Vorrang vor anderen Wasserentnahmen hat. Das ist durch eine kleine Änderung im Gesetz nunmehr wieder aufgehoben worden. Die „Abwägungsentscheidungshilfe“ wer nun Trinkwasser im Not- und Krisenfall bekommen soll, soll durch eine – bisher noch nicht bekannte - Verwaltungsvorschrift geregelt werden. Mir schwant da nichts Gutes für die Bürgerinnen und Bürger.
Übrigens sind auch kleine und große Wasserläufe, also die sogenannten Oberflächengewässer, negativ von der Entscheidung betroffen. Denn jetzt dürfen wieder ganz nah an Gewässern Pestiziden und Herbizide sowie Dünger eingesetzt werden. Die Rückstände von nitrathaltigen Düngemitteln verbleiben über Jahrzehnte im Boden und verursachen jetzt schon in großen Teilen des Landes große Umweltprobleme.
Das Ökosystem in den Gewässern wird deutlich schlechter werden, obwohl Deutschland und damit NRW sich aufgrund der Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet hat, die Gewässerqualität zu verbessern. Das schmutzige Wasser landet in den Trinkwassertalsperren und muss aufwendig und damit teuer aufbereitet werden.
Bezahlt wird das natürlich vom Verbraucher; auch die im Ruhrgebiet. Die Talsperren in Südwestfalen speichern in regenreichen Zeiten Wasser und geben es in Trockenperioden in das Flusssystem ab. Diese Maßnahmen sichern einen ausreichenden Abfluss in der Ruhr und damit auch die Trinkwasserversorgung von 4,5 Millionen Menschen, Gewerbe und Industrie des Ruhrgebietes."

Bernd Müller, stellvertretender Vorsitzender des Regionalrates Arnsberg


15.04.2021

Initiative Trinkwasser Warstein







23.02.2021

Lokalzeit Südwestfalen
- Initiative Trinkwasser sieht Nachteile durch Gesetzesentwurf









Umweltschutz nur
ein Kollateralschaden


16.02.2021

Satire?


Anfänglich mutete der Artikel vom 13.02.2021 wie Satire an, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass es unseren Bauern ausschließlich um Ertrags- und somit um Profitsteigerung gehen könnte...

Da mittlerweile überall bekannt sein dürfte, das glyphosathaltige Breitbandherbizide zum Beispiel, bereits überall in unserer Umwelt und unseren Körpern zu finden sind und ihre Gesundheitsschädlichkeit keinesfalls geklärt ist, dürfte es bei diesen Bauern auch nicht bekannt sein, was genau bei ihnen auf dem Teller landet.
Anhand der Insektensterblichkeit durch Glyphosat, Neonicotinoide und andere Agrargifte sollten diese sogenannten Planzenschutzmittel nicht verharmlost werden, denn sie vernichten nicht nur jede Art von Wildpflanzen, sondern greifen auch direkt in den Organismus der Tiere ein.
Es ist für viele Verbraucher nicht möglich, sich mit Lebensmitteln aus kontrolliert biologischem Anbau zu ernähren, dem zur Folge müssen sie mit Belastungen mit diesen Agrargiften rechnen, denn im Brot, Gemüse, Obst etc. sind längst Rückstände nachgewiesen, ebenfalls im Trinkwasser, in der Muttermilch und im Bier...
Ich würde mir ein Umdenken unserer konventionell anbauenden Bauern wünschen, da es doch das Recht eines Jeden sein sollte, sich mit unbelasteten Lebensmitteln zu ernähren.

Edeltraut Griese-Müller




Kommentar zur schwarz/
gelben (Gegen)Windpolitik

02.02.2021


Brief des Enser Bürgermeisters an Minsterin Scharrenbach



Der Brief unseres
Bürgermeisters


29.01.2021

Brief an Armin Laschet


Jeder kann Enser kann an den Ministerpräsidenten schreiben.


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Armin Laschet,

wir haben aus der Presse erfahren, dass die Landesregierung plant, den Mindestabstand von Windenergieanlagen auf 1000m bzw. 720m bei bestehenden Vorrangflächen zu definieren.
Durch diese Vorgaben werden viele Standorte in meiner Heimatgemeinde, an denen seit etlichen Jahren CO2-freier Strom produziert wird – in Zukunft wegfallen.
Weiterhin wird der Ausbau der Windenergie als eine der tragenden Säulen der Energiewende massiv erschwert.
Bei dem rasch voranschreitenden Klimawandel, den die Klimamessungen belegen und welchen wir mittlerweile „am eigenen Leib“ erfahren, müssen wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen und nicht behindern.
Daher fordern wir Sie auf, Ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die angedachten Mindestabstände praxistauglich zu gestalten (z.B. 3-fache Gesamthöhe als Mindestabstand – ohne Festlegung auf einen theoretischen Wert) und den Gemeinden nach den örtlichen Gegebenheiten und den Möglichkeiten selber die Abstände der geplanten Windenergieanlagen zur nächsten Wohnbebauung definieren zu lassen.
Über eine Rückantwort würde ich mich sehr freuen!

Mit erneuerbarem Gruß

Die E-Mail Adresse des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen lautet:

Mail

Die E-Mail Adresse des Ministerpräsidenten lautet:

Mail



29.01.2021

Offener Brief an Armin Laschet



Der Offene Brief der
Windkraftunternehmen-NRW



20.01.2021

Geheime Energieversorgung
durch Schwarz/Gelb?


So wie auch jede andere Zeit hat auch die Unsere Zeichen.
Es gibt die Zeichen des Klimawandels und die Zeichen der Endlichkeit der Ressourcen.
Es gibt die Zeichen der mangelnden Biodiversität und des Insektensterbens.
Der Strombedarf soll weiter steigen, trotz aller Einsparungsbemühungen.
E-Mobilität ist der einzig gangbare Weg, der uns noch eine Individualmobilität in den nächsten Jahren bieten kann. Die steigende Digitalisierung braucht ihn auch, den Strom.
Alles Zeichen der Zeit, um nur einige zu nennen.
Nun sollte die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte eines gelernt haben, die Zeichen der Zeit, zumindest die Offensichtlichen, zu sehen und sie zu beachten.
Wenn man sich dann aber umsieht und die geschichtliche Entwicklung der Energiewende betrachtet wird uns eines deutlich.
Die Politik scheint zu schlafen.
Nein, das ist so nicht richtig!
Die Politik sieht die Zeichen der Zeit, weiß wie man ihnen zu begegnen hat und steckt die Köpfe in den Sand…
Auch das ist es nicht.
Nein, die Politik ignoriert die Zeichen der Zeit und ist der Meinung es würde wohl trotzdem gut gehen.
Zumindest ist es genau das, was man seit den Siebzigern als politisch Interessierter so sehen muss.
Keine Windenergieanlage ging bisher in Betrieb, ohne dass es Verzögerungen gegeben hätte, die die jeweiligen Betreiber als Verluste errechnen können.
Die RWE hat sich in diesem Zusammenhang nicht mit Ruhm bekleckert, denn ihre Intension war nicht die Energiegewinnung, sondern die Kohleverstromung.

Diese Kohleverstromung hat uns die Zeichen der Zeit eingehandelt.

Und wie ist es nun mit der Politik?
Die Politik scheint, wenn man ihr Wirken betrachtet, alles zu tun, um die Zeichen der Zeit noch weiter zu intensivieren.
Ense stellt mehr Strom her, als es selbst verbraucht und das ist sehr gut so.
Nun ist es die Politik die sich wieder aufstellt, unsere Zukunft in Frage zu stellen, ja zu gefährden.
Wenn die derzeitige Landesregierung, nennen wir Ross und Reiter, unsere schwarz/gelbe Landesregierung, ihre Vorhaben umsetzt, wird es im Kreis Soest in zwanzig Jahren keine Windkraft mehr geben.
Wie man dann den Strom für die Digitalisierung und die E-Mobilität erzeugen will, sagt uns Schwarz/Gelb nicht, warum auch?
Ein kurzer Blick in die Geschichte zeigt, dass sie immer noch ihr Ziel verfolgen, wie am 23.05.2005 formuliert, die Windkraft, als Früchte der Grünen als erstes platt machen zu wollen. (Originalzitat)
Und noch einmal die Zeichen der Zeit.
Sollte denn Fridays for Future nur eines bewirkt haben, der Politik die Möglichkeit zu geben, Benzin, Diesel und Heizöl zu verteuern?
Vom Trinkwasser haben wir heute noch gar nicht geredet, denn auch das will Schwarz/Gelb auf dem Altar der Steingewinnung opfern.

Ein Blick in die Historie



02.01.2021


Baumschutzsatzung oder keine Baumschutzsatzung
das ist hier die Frage



Bereits in den Neunzigern haben wir uns damit befasst, eine Baumschutzsatzung zu planen.
Dass das mit den damaligen Mehrheitsverhältnissen im Enser Gemeinderat illusorisch war, muss wohl nicht extra betont werden. Nun sind die Mehrheiten heute kaum anders, aber die Protagonisten der einzelnen Parteien haben gewechselt.
Man kann mit allen Beteiligten reden.
Die heutigen Einwände sind nun anders, fundierter, denn sie orientieren sich weniger an dem ideologisierten Widerstand gegen grüne „Gutmenschen und Weltverbesserer“ als an der zu erwartenden Realität.
Letztlich resultieren die Bedenken aus einer Erwartung prophylaktischer Fällaktionen für den Fall, es drohe eine Bauschutzsatzung.
Man traut also Enser Bürgern zu, ihre gesunden und intakten Bäume zu fällen, wenn sie zu befürchten haben, es würde in absehbarer Zeit eine Baumschutzsatzung für Ense kommen. Was für eine Baumschutzsatzung da in den Köpfen der Skeptiker herumgeistert, oder ob sie sich doch an einem traditionellen Widerstand gegen grünes Gedankengut orientieren, muss den Trägern der Bedenken überlassen bleiben.
Jedenfalls geht es absolut nicht, dass Bäume, die mehr als hundert Jahre allen Widerständen getrotzt haben, nun der Gewinnung von Solarenergie zum Opfer fallen sollen.
Es kann und darf keine Konkurrenz zwischen umweltfreundicher Energiegewinnung und Co²-Reduktion geben, um nur eine Fähigkeit von Bäumen zu nennen.
Baum versus Solarenergie ist genau so paradox wie Baum versus Windkraft im Arnsberger Wald.
Bäume waren schon da, bevor der erste Sauerländer eine Säge hatte und sie werden noch da sein, wenn der Letze in Ense das Licht ausmacht.




01.01.2021


Unser Dorf hat Zukunft.



Dieser Bundeswettbewerb war bis in die Neunziger des letzten Jahrtausends als, „Unser Dorf soll schöner werden“, bekannt.
Schöner ist aber nicht zukunftsweisend, speziell im Hinblick auf die sich ändernden Herausforderungen an das Quartier Dorf und dem Unterschied dessen, was wer für schön hält.
Wenn man als Mitglied der Kreiskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ die vorzeigenswertesten Dörfer des Kreises Soest bereist, wird schnell klar, dass in Ense, in Zeiten der Flurbereinigung viel gründlicher vorgegangen wurde als in anderen Dörfern, denn die Dörfer unserer Gemeinde stechen nicht gerade durch ihren Baumbestand hervor.
Findet man in fast allen Dörfern im Kreisgebiet, zumindest in denen, die sich dem Kreiswettbewerb stellten, junge, alte und mittelalte Bäume, sieht man in Ense leider nichts Vergleichbares.
Gerade nachdem nun für Jeden ersichtlich sein sollte, dass speziell die Grüngestaltung und der Baumbestand zu den wichtigsten Gütern des Lebensraums Dorf zu rechnen sind.
Bis vor einigen Jahren hielt man es für eine Selbstverständlichkeit, in Dörfern auch auf Bäume zu stoßen, heute sehen wir oftmals einen reichhaltigeren Baumbestand in den Städten.
Gerade in Zeiten, in denen auch dem Letzten klar wird, dass es die Bäume sind, die unseren Fortbestand sichern sollen, in denen die Landschaft des Sauerlandes nicht mehr die ist, an die wir uns über Jahrzehnte gewöhnt hatten und in denen die Landesforstbetriebe händeringend nach Bäumen suchen, die sie den Waldbauern empfehlen können an zu pflanzen, wird der Wert der bestehenden Bäume überdeutlich.
Oberense nahm 1996 erstmals am Kreiswettbewerb teil und das ohne einen Baumbestand, wie ihn die Konkurrenz vorzuweisen hatte. Daher diente eine neu angelegte Ausgleichsfläche im Rahmen der Grüngestaltung dazu, den dörflichen Charakter ins kommissionsgemäße Licht zu rücken.

Juni 1996

Unser Dorf soll schon lange nicht mehr schöner werden.
Unser Dorf muss grüner werden, angesichts der immer mehr schwindenden Biodiversität außerhalb der von Menschen bewohnten Flächen, denn gerade in landwirtschaftlich genutzten Gegenden findet man kaum noch Insekten, Vögel und Pflanzen, die nicht ausschließlich dem Nutzen des Menschen dienen.
Und unser Dorf braucht Bäume, alte Bäume, mittelalte Bäume und nachwachsende junge Bäume.
Ohne alte Bäume, die seit Jahrzehnten Wind und Wetter trotzten und die immer einen Menschen hatten, der sie wertschätzte und für ihren Erhalt eintrat, werden wir unseren Nachfahren nur noch eine Beton- und Asphaltwüste übergeben können.
Jeder Baum, der heute steht wurde trotz der Gefahr durch Windbruch stehen gelassen von Menschen, die die Verantwortung hatten, um gerade diese Bäume nachfolgenden Verantwortlichen übergeben zu können.
Linden können über 1000 Jahre alt werden.

Weitere Bilder
für PC-Nutzer



31.10.2020

Die Zukunft des sauberen Enser Trinkwassers ist gefährdet wie zuletzt 2010


Am 15.04.2010 fand in Warstein eine große Demonstration zum Erhalt des wertvollen Quellwassers statt.

Wasser

Letztlich wurde erst 2016 der Schutz des Trinkwassers im Landeswassergesetz fest geschrieben.
Wasser

Wer hätte gedacht, dass die derzeitige Landesregierung jetzt daran rüttelt und dem Steinabbau der Vorrang einräumen will.
Wasser

30.10.2020

Lörmecke Quelle in Gefahr?


Die aktuelle Landesregierung „bastelt“ am Landeswassergesetz. Dies wurde 2016 novelliert.
Wohl auf Druck vom Wirtschaftsministerium wurde es nicht so, wie wir erhofft und geschrieben hatten.
Jetzt soll am 9. Nov. der Paragraph 35 (2), der das Verbot der Bodenschatzgewinnung in Wasserschutzgebieten vorsieht, gestrichen werden.
Die bisherigen Reserveflächen im Regionalplan verlieren möglicherweise diesen Status und werden „aufgewertet“: BSAB (*B*ereiche für die *S*icherung und den *A*bbau oberflächennaher *B*odenschätze).
Der Steinabbau kann damit weiter südöstlich von Kallenhardt stattfinden, so er denn genehmigt wird.
Allerdings sind bei Nichtgenehmigung vom Abbau im BSAB Entschädigungsforderungen von der Steinindustrie zu erwarten. Besser ist es also, diesen Status der Reservegebiete nicht zu verändern.


Wasser

Zuständig:
Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
*Mitglieder u. a. Heinrich Frieling aus Soest*


Oktober 2020,
25 Jahre Grüne in Ense


14.09.2020

The Day After


Gestern war Kommunalwahl in NRW.
In Ense konnten wir unser Ergebnis mehr als verdoppeln - vielen Dank an alle WählerInnen.


Direkt

12.09.2020

Britta Hasselmann zur Finanzlage der Kommunen


"Die Lage in den Kommunen hat sich durch die Corona-Krise nochmal verschärft.
Alle Kommunen leiden unter den wegfallenden Steuereinnahmen. Doch in vielen Kommunen kann aufgrund ihrer Verschuldung nicht mal mehr in notwendige Infrastruktur vor Ort investiert werden.
Es fehlen Gelder für die Sanierung von Bädern, Schulen oder digitale Infrastruktur. Stattdessen müssen Schulden getilgt werden. Diese Schieflage hat sich über viele Jahre entwickelt, wie auch die Antwort unserer Großen Anfrage zur finanziellen Situation der Kommunen zeigt.
Dennoch warten wir immer noch auf eine Lösung für die Entschuldung von hoch verschuldeten Kommunen.
Leider fehlt der Koalition im Bund, wie auch im Land die Kraft einen Vorschlag dazu vorzulegen. Die Städte und Gemeinden plagen Altschulden von knapp 40 Milliarden Euro. Hier ist auch das Land gefordert gemeinsam mit dem Bund eine Altschuldenhilfe auf den Weg zu bringen.
Zugleich brauchen wir ein übersichtlicheres Fördersystem, das auch den finanzschwächsten Kommunen unter die Arme greift."

Britta Hasselmann



11.09.2020

Ortsumgehung Ruhne?


Oder ist der Begriff völlig falsch gewählt?

Ortsumgehung Bremen wäre wohl der richtige Begriff.

In der Zeitung von heute ist zu lesen, dass die Ruhner-Bürgerinitiative keine Straße haben will. Das ist folgerichtig genau die Haltung, die in Ense notwendig ist, um in Zukunft maßvoll mit einer möglichen „weiteren Industrialisierung“ um zu gehen.
Eine Ortsumgehung Ruhne, würde nämlich immer zu Lasten der Einwohner oder des Vogelschutzes gehen, denn nördlich von Ruhne beginnt das Vogelschutzgebiet Hellwegbörde das EU-Richtlinien unterliegt.
Eine Umgehungsstraße könnte, wegen des Vogelschutz-Gebiets nur sehr ortsnah an Ruhne vorbei geführt werden und hätte den Nutzen, das Industriegebiet Höingen noch weiter wuchern lassen zu können, nämlich bis zur Tankstelle am Ortsausgang Bremen.
Das hätte zur Folge, dass wir letztlich Ruhne und Bremen in ein „malerisches“ Industriegebiet eingebetten würden.
Jede weitere wohnungsbauliche Expansion wäre damit obsolet und Ense könnte sich endgültig in die Riege Arnsberg, Lippstadt, Werl und Soest einreihen.
Eine Ortsumgehung Ruhne würde also mehr zur Folge haben, als eine Beeinträchtigung der Ruhner.
Die Idee einer Enser Partei, diese Ortsumgehung weiter weg von den Ruhnern zu bauen, ist nicht nur Augenwischerei, sondern ebenfalls das Verkennen höherrangigen EU-Rechts.
Nur ohne eine Ortsumgehung Ruhne ist Ense gerüstet für eine Zukunft, die nicht schon heute die Weichen unwiederbringlich für folgende Generationen stellt.


08.09.2020

Der Söder Markus am 08.09.2020

„Es ist beeindruckend, mit welcher Begeisterung wir ausländische Produkte feiern und deren Gründer und wie schwer wir uns tun unsere heimische Industrie zu unterstützen.“

Ein einfacher Satz, der, wenn man ihn hört einfach so durchgehen würde, bis in irgendwelche Winkel des Gehirns, um sich da fest zu setzen.
Aber mich beschlich ein komisches Gefühl, als ich ihn hörte, doch warum?
Was hatte die SPDU bew. die CDU/CSU denn all die Jahre gemacht, als es in anderen Ländern bereits begann, als man in Japan 1997 den Toyota-Prius auf den Markt brachte?
Und hatte nicht speziell die Partei des Söder Markus seit Jahrzehnten sehr oft den Bunten Verkehrsminister gestellt? Waren nicht Andreas Scheuer, Christian Schmidt, Alexander Dobrindt und Peter Ramsauer allesamt in der CSU?
Also war tatsächlich seit 2013 das Bunte Verkehrsministerium fest in CSU-Hand. In all den Jahren wurde bei Tesla intensiv die E-Mobilität weiter entwickelt und in D-schland gab es den DIESEL-Skandal.
Hat man nicht hierzulande die heimische Industrie massiv bei der Vertuschung unterstützt?

Aber kommen wir doch mal zur wichtigsten Frage.
Für was sollte man die Deutsche Automobilindustrie feiern?
Dafür, dass sie seit Jahrzehnten, mit Unterstützung der Unionsparteien, SUVs mit immer größeren Rammböcken baut, die immer schwerer werden und dass sie, mit Unterstützung der Unionsparteien, alles macht, um E-Mobilität zu verhindern und schlecht zu reden?

Ist es nicht genau so, wie bei dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, dass CDU/CSU und FDP alles unternehmen, um die sinnvolle und notwendige Energiewende zu behindern?
Wir erinnern uns an die Windkraftplattmachpolitik in NRW und dass „den Früchten der Grünen“ am 23.05.2005 nach der Kommunalwahl der Krieg erklärt wurde.
Ein Krieg nicht nur gegen E-Mobilität und Regenerative Energie, sondern auch gegen die Menschen, die in NRW ihre Arbeitsplätze verloren, denn ein Arbeitsplatz beim Braunkohleabbau war der Landesregierung mehr Wert, als 10 in der Windkraftbranche.
Nein Herr Söder, dieser ihr Satz ist eine hohle Nuss, denn sie entlarven sich und die ihren, als das was sie sind.

„Politik ist die Kunst dem Gegner Tiefschläge zu verpassen und selber vor Schmerzen zu brüllen!“

William Voltz




Sreenshot der Sat 1 Nachrichten, Ross und Reiter


03.09.2020

Zur Wahl am 13. noch ein Wenig Statistik


Die Frauenquote, der zur Wahl stehenden Parteien in Ense, im Vergleich.


Direkt


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28.08.2020

Toni Hofreiter (MDB) zur A46



Groß war die Freude bei den Grünen auf dem Bolzplatz in Wimbern, Toni Hofreiter zum Thema Lückenschluss A46/B7n begrüßen zu dürfen. Als Verkehrsexperte und ehemaliger Vorsitzender des Bundes-Verkehrsausschusses sprach er Klartext.
Er bezeichnete den geplanten Autobahn- oder Bundesstraßenbau als überflüssig. Auch ohne diesen Lückenschluss gehe es der Wirtschaft gut. Vor Corona hätten Firmen gut hier investiert.

Anton

Die 19 km Lückenschluss müssten raus aus dem Bundesverkehrswegeplan, denn jeder Kilometer mehr sei durch den vermehrten Ausstoß von CO2 ein weiterer Klimakiller, so Hofreiter. Man sähe es bereits an den Fichtenkulturen vor Ort. Durch die aktuelle Erderwärmung in Deutschland um rund 1 Grad, hätten Borkenkäfer und Dürre in einem solchen Ausmaß zugenommen, dass die Fichten auch hier in der Region nicht mehr zu retten seien.
„Wir brauchen dringend eine andere Verkehrspolitik“, betont er. Der Bundesverkehrswegeplan sei nicht zielführend, weil hier Straße und andere Verkehrsmitteln nicht zusammen gedacht werden. Das müsse sich ändern! „Denn“, so Hofreiter, „die Klimakrise ist bereits in Deutschland angekommen. Wir zerstören uns unsere eigene Lebensgrundlage, da wir Tiere und Pflanzen bis an den Rand des Ausstrebens bringen.“ Das habe viel mit unserem immensen Flächenverbrauch und dem Zerschneiden von Äckern, Wäldern und Erholungsgebieten durch Straßen und Bebauung zu tun.
Die gigantischen Kosten für die 19 km Lückenschluss von mindestens 500 Mio. Euro könnte man sinnvoller hier vor Ort mit Hilfe eines Bundesmobilitätsplans investieren, so Hofreiter. Mit dem Geld könnten in der Region Straße und Schiene richtig miteinander verzahnt werden. Bahnhöfe sollten sog. Mobilitätsdrehscheiben werden. In gut sanieren Bahnhöfen müssten Tickets und Verpflegung erworben werden können. Man müsse dort einen sauberen, sicheren Wartebereich mit Toiletten einrichten. Bahn und Bus müssten für echte Anschlüsse sorgen. Sichere Parkplätze für Autos, Pedelecs und Bikes sollten das Angebot abrunden. Auch im ländlichen Bereich!
„Dafür brauchen wir andere Mehrheiten!“ sagte Toni Hofreiter abschließend. Die jetzigen Kommunalwahlen hätten große Bedeutung, um die Verkehrswende vor Ort zu gestalten.


25.08.2020

Termin mit Friedrich Ostendorff,
dem Agrarpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion



Friedrich Ostendorff war am 25.08.2020 in Ense, um über die derzeitige Situation in der Landwirtschaft und die grüne Haltung dazu zu informieren.

Die vielen interessierten und auch kritischen Fragen zur aktuellen Lage in der Landwirtschaft beantwortete in gewohnt lockerer, kompetenter und dennoch allgemein verständlicher Art jetzt der grüne Experte im Bundestag, Friedrich Ostendorff. Er kam auf Einladung des Ortsverbandes ins Enser Rathaus. Selbst ist er Landwirt in Bergkamen und bewirtschaftet dort 80 ha im Bioanbau. Seine Kühe hält er auf Stroh mit freiem Zugang nach draußen.

Ingversirup

Anwesend waren Bürger aus Ense, Landwirte aus dem Kreis, Mitglieder des Kreisverbandes und die grüne Landratskandidatin, Ilona Kottmann-Fischer.
„Wir wollen den Umbau der Landwirtschaft mit den Bürgern diskutieren“, so Ostendorff, „um die Entfremdung zwischen Verbrauchern und den Bauern aufzulösen und gemeinsam zu nachhaltigen, gesunden Lösungen zu kommen.“
Die Grünen stehen dafür, dass dem Tier deutlich mehr Platz gegeben wird, was den Bestand reduziert, Umwelt und Klima schützt. „Das geht nur, wenn der Preis pro Kilo um 40 Cent höher wird, denn der Bauer muss davon ja auch leben können“, sagt der Landwirt Ostendorff.
Auf die Fragen zur Gülle und den neuen Güllebehältern in der Gemeinde, antwortet der grüne Politiker, dass Recht und Gesetz dies den Bauern erlaube. Allerdings sei Deutschland hier kein Musterknabe, was die erfolgreichen Klagen der EU hinsichtlich unserer Böden und der Belastung des Trinkwassers zeigen. „Im Gegenteil, jetzt müssten die europäischen Gesetze hier umgesetzt werden. Das ist hart für die Bauern“, betont Ostendorff, „denn sie müssen jetzt schnell das umsetzen, was die Politik in den letzten 15 Jahren vor sich hergeschoben hat.“

Friedrich Ostendorff



20.08.2020

Das Los der Kommunalpolitik



Ob man es nun als schweres Los bezeichnet, bleibt dem Leser, aber auch den Kommunalis überlassen, die vor Ort mit dem konfrontiert werden, was ihre eigenen Bundespolitiker so vorgeben.
Wie viele Jahre wurden wir allerorten für die Dosenpfandverordnung unseres Parteifreundes Jürgen Trittin angegangen? Wir haben es verteidigt – nun, das war ja auch nicht schwierig, haben doch heute selbst flaschensammelnde Rentner eine zusätzliche Einnahmequelle dank Jürgen für sich entdeckt.
Dass Rentner in dieser Situation sind, haben sie übrigens der Bundespolitik zu verdanken, aber das wissen die KollegInnen von der SPDU genau.
Fast täglich werde ich für die E-Mobilität an den Pranger gestellt, weil ja die Grünen so blauäugig sind, Fossile Brennstoffe wegen ihrer Endlichkeit und wegen der CO²-Bilanz zu ächten. Ich werde also als Sozialpolitiker in die Situation gebracht, Leuten die CO²-Bilanz zu erklären und ebenfalls, dass 95% der seltenen Erden eben nicht in E-Autos landen, sondern in Handys und Tablets, Computern und anderer Heim-EDV.

Wir sehen, wenn ich Mitglied einer Partei bin, bin ich das nicht nur in Ense, denn meine Partei macht auch Kreis- Landes- und Bundespolitik und genau das wissen die Menschen vor Ort genau.

Natürlich kann man, je nach Partei, mehr oder weniger hinter der Bundespolitik stehen – aber dass man vor Ort damit konfrontiert wird, liegt in der Natur der Sache.
Dosenpfand aus heutiger Sicht gut.
Atomaustieg, wie lange wurden wir wegen dieser unserer Forderung, auch in Ense „geprügelt“, heute sind alle dafür.
Kükenschreddern, da waren wir immer dagegen und es gibt eben eine Partei, die das Verbot blockiert, in dieser Partei sind wir nicht.

Udo Müller



15.08.2020

GigA46 Befragung der Bürgermeisterkandidaten



Zum Bau der A46 - sind die Meinungen der Bürgermeister-Kandidat*innen der Region sehr unterschiedlich.

Uns in Ense interessiert natürlich besonders der Standpunkt des Bürgermeisterkandidaten in und für Ense, Rainer Busemann, die wir hier wieder geben:

Rainer Busemann, Ense
„Der geplante Lückenschluss der A46, mittlerweile auch durch einen dreispurigen Neubau der B7, beschäftigt die betroffenen Kommunen bereits seit vielen Jahren… Ein wichtiger Faktor ist, dass durch eine mögliche Trassenführung Verkehrslärm entstehen würde, der vor allem die Bürgerinnen und Bürger in den westlichen Enser Ortsteilen (Waltringen, Hünningen und Lüttringen) belasten könnte. Die westlichen Ortsteile haben bereits jetzt viele Belastungen zu tragen, zum Beispiel durch die vorhandene A445, den Flugplatz Arnsberg-Menden oder die dortige Motocross-Strecke in Voßwinkel…Ein weiterer Faktor ist selbstverständlich der Umweltaspekt. Als Bürgermeisterkandidat der Gemeinde Ense liegt es mir besonders am Herzen, dass unsere Gemeinde grüner wird und den Umweltschutz weiterhin voranbringt. Daher werde ich dafür kämpfen, dass die Interessen der Enser Bürgerinnen und Bürger bestmögliche Berücksichtigung finden und ein möglicher Trassenverlauf, sowie der Anschlusspunkt an die A445 möglichst weit nach Süden gelegt werden.“

Die Antworten aller KandidatInnen findet Ihr hier.


Weitere Informationen der GigA46





14.08.2020




Die Sache mit dem Reis sollte Niemanden beunruhigen



Sack Reis



08.08.2020

Verkehrsplanung zwischen Niederense und Moosfelde



Eine Delegation des Ortsverbands der Enser Grünen hat sich im Rahmen einer Ortsbegehung von der Notwendigkeit überzeugt, auf der Strecke zwischen Niederense und Neheim-Moosfelde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h zu verhängen und eine deutliche Trennung zwischen Auto- und Fahrradverkehr zu realisieren.

Kreisverkehr

Laut Forstamt findet auf der Strecke ein reger Wildwechsel statt, was ein zusätzliches Risiko bedeutet.

Kreisverkehr

Eine solche Regelung ist ein deutlicher Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit, Wildschutz und Lebensqualität für Niederense und Moosfelde.
Die Arnsberger Grünen haben einen identischen Antrag gestellt.


01.08.2020

Enser Kreisverkehr in Höingen



Unser toller Kreisverkehr am Höinger Industriegebiet - ein perfektes Beispiel für halbherzige Blumensaat. Wenn man die ganze Innenfläche des Kreisverkehr nutzen würde...

Kreisverkehr


18.07.2020

Strom tanken in Ense

Gerade in einer Gemeinde wie Ense, in der so viel Ökostrom produziert wird, macht es ein gutes Gefühl mit einem E-Auto unterwegs zu sein.

2020

15.07.2020

Videokonferenz für Neumitglieder

Als neues Mitglied der Grünen hatte ich soeben eine Einladung von Robert Habeck und Ricarda Lang über das Grundsatzprogramm und die Coronakrise in einer Webkonferenz zu diskutieren. Eine tolle Erfahrung direkt und hautnah an Entscheidungsprozessen teilnehmen zu dürfen.

Jochen Müther

2020
2020


02.06.2020

Unser Dorf soll Zukunft haben!

Im August 2011 schrieb ich, als Mitglied der Kreisbewertungskommission, einen Brief an die anderen Mitglieder der genannten Kommission, als Ermunterung sich Gedanken über das Erlebte zu machen.

Unser Dorf soll Zukunft haben!

So persiflierte ich das Motto unseres Dorfwettbewerbs seit einigen Jahren, genauer seit der Änderung der Ausrichtung des Wettbewerbs und der damit verbundenen Anpassung des Namens.
Unser Dorf soll Zukunft haben, ist aber bei genauerer Betrachtung gar nicht so sehr von der Hand zu weisen, wie es sicher auch vom Präger des Begriffs gemeint und beabsichtigt gewesen war.

Dorf

Nach fünf Wochen Bereisung der „schönsten Dörfer“ des Kreises Soest, dieses kann man sicher, in Anlehnung an den zuvor verwandten Begriff, „unser Dorf soll schöner werden“, sagen, war mir, wie auch anderen beteiligten Juroren, klar, dass entweder das neue Motto als selbsterfüllende Prophezeihung gedacht gewesen war, oder, wie immer wieder erlebt, die Begriffsänderung in den Köpfen der Bewohner einiger teilnehmender Dörfer, sowie bei uns selbst, noch nicht angekommen ist.

Unser Dorf soll schöner werden!

Jahrelang als verwendetes Motto des Wettbewerbs eine klare Richtschnur?
Doch was ist schön?
Liegt es nicht, wie sonst auch, im Auge des Betrachters?
Gerade in Zeiten des Wandels von Werten und Wertigkeiten, in Zeiten des Infragestellens von Tradition und nicht zuletzt Religion, war der Begriff SCHÖN in diesem Wettbewerb schon lange zu ersetzen.
Nun mit dem neuen Motto, „unser Dorf hat Zukunft“ stellen sich seit einigen Jahren völlig andere Anforderungen an die Darstellung des Dorfes und die Blickweise der Jurie.
Doch auch diese Begrifflichkeit, unser Dorf hat Zukunft ist irreführend, denn sie sollte in den Konjunktiv gesetzt werden, weil niemand weiß, was Zukunft hat, ja was Zukunft für Anforderungen an den Standort - Dorf - mitbringt und an die dort lebende Bevölkerung.
In gleicher Weise ist dieser Begriff auch für die Juroren sehr wenig konkret, so dass für die einzelnen Beurteilungskriterien eine Art Richtschnur erstellt wurde, die es nun vor dem Hintergrund des Begriffes Zukunft und der sich bereits im „Hier und Jetzt“ zeigenden Gegenwartsparameter, die Zukunft gestalten, zu beurteilen gilt.
Denn wenn ich ein Ergebnis des Besuches von 50 Dörfern im Kreis Soest benennen sollte, außer dass es schön war und sich die Protagonisten alle Mühe gaben ihre Dörfer von der Seite zu zeigen, von der sie meinten, sie würde den bekannten Anforderungskriterien nahe kommen, so ist es, dass der von mir anfangs scherzhaft gemeinte Begriff:

Unser Dorf soll Zukunft haben!
zumindest für die Bewertungskommission in den nächsten Wochen als Leitfaden durch die Gedanken an zukünftige Bereisungen ziehen sollte.
Zukunft ist angesichts des demographischen Wandels ganz klar ein Problem der Bevölkerungszahlen, also aufgrund zurückgehender Geburten, eine Frage von Integration.
Nur durch Zuzug von Menschen, die ein Leben auf dem Lande, einem Leben in der Stadt vorziehen, wird auf Dauer Zukunft zu sichern sein.
In diesem Zusammenhang ist also in besonderer Weise der Mensch im Dorf gefragt, so er Zukunft will, wie gehe ich mit Menschen um, „die in mein Dorf ziehen“?
Diese Frage bezieht sich nicht auf die Menschen, die man bisher im Dorf zu erwarten hatte, sondern auf jene Menschengruppe, die sich aufgrund statistischer Parameter, bereits jetzt, besonders aber in Zukunft, erheblich von den Menschen unterscheidet, die derzeit im Quartier Dorf leben.
Diese Gedanken beziehen sich hier, bis jetzt, nur auf Menschen, die eine deutsche oder mitteleuropäische Sozialisation vorzuweisen haben.
Menschen, die nicht mehr einer großen Christlichen Gemeinschaft angehören, weil sie im anderen Teil Deutschlands geboren und aufgewachsen sind.
Menschen, die sich uniformtragende Traditionen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu eigen machen wollen. Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Präferenz eine nicht immer dorfkompatible Form von Lebensgemeinschaft leben.
Menschen, deren bevorzugte Sportart nicht aus Fußball besteht.
Redete ich bisher von Menschen mit mitteleuropäischer Sozialisation, dürfen wir natürlich auch nicht die Menschengruppen vergessen, die zur Zeit noch aktiv am Bevölkerungswachstum unseres Planeten beteiligt sind.
Menschen, die aus anderen Kulturkreisen, Erdteilen und/oder anderer religiöser Sozialisation stammen.
Ein Atheist, der in einem islamisch geprägten Kulturraum aufwuchs ist kaum mit einem Atheisten zu vergleichen, der in dörflicher Umgebung seinen nicht vorhandenen Glauben artikuliert.
Wie viele Hindus, Moslems, Buddhisten oder Manichäer sind in heimischen Schützenbruderschaften anzutreffen?
Wie viele Frauen waren Schützenköniginnen?
Wie werden die Rechte und Interessen von Frauen berücksichtigt?
Ledige Frauen sind in solchen Vereinssystemen automatisch ausgegrenzt, zumindest dann, wenn sie ins Dorf ziehen und nicht aufgrund der Mitgliedschaft ihres Vaters toleriert werden können.
Aussagen wie: „Unsere Frauen sind automatisch durch uns Mitglied“, sind ja wohl seit der sozialliberalen Änderung der Familiengesetzgebung in den Siebziger Jahren obsolet.
Dorfgemeinschaften, die ihre Vereinssatzungen nicht an die Parametern des Grundgesetzes angleichen, müssen schon triftige Gründe aufweisen, um diesen Umstand zu rechtfertigen.
Zukunft wird auch im Dorf daran zu messen sein, wie man dort mit den durch Demografie bestimmten Anforderungen an Integration umgeht.
Wie sehen die Satzungen der Vereine aus und nimmt man sie wirklich ernst oder stehen sie nur auf dem Papier?
Was passiert, wenn tatsächlich einmal ein Türke den Vogel abschießt?
Wie sieht es im Alltag mit der Integration in unseren Dörfern aus?
Oder handelt es sich doch nur um hermetische Lebensräume, die schnell an ihre satzungsgemäßen Grenzen stoßen, wenn es dann dazu kommen sollte, dass Toleranz gefragt und gefordert ist?
Nicht die Anzahl der Vereinsmitglieder bzw. die Anzahl der Vereine ist in einem Dorf ausschlaggebend zukunftsweisend, sondern die Frage wie gehen wir mit den Menschen um, die aufgrund von Religionszugehörigkeit oder deren fehlen, oder ihres Geschlechts gar nicht Mitglieder von Vereinen werden können?
Ein Dorfwettbewerb, der vorhandene hermetische Prinzipien gutiert, ist in keiner Weise dazu geeignet, zukunftsweisend Dörfern Unterstützung zu geben, sondern ermuntert sie, weiter einen Weg zu beschreiten, der in der Zukunft, die sich ja bekanntlich aus Gegenwart und Vergangenheit entwickelt, keinen attraktiven Ort zum Leben von Menschen, die in dieser Hermetik nicht willkommen sind, zu bieten hat.
Unter diesen Gesichtspunkten sollten wir orientiert an Zukunft und dem was wir zur Zeit in Dorf vorfinden, die Bewertungskriterien alle auf ihre Zukunftsfähigkeit hin überprüfen und gegebenenfalls dahingehend anpassen, dass wir zukünftig allen Ernstes einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Quartierraumes Dorf im Rahmen dieses Wettbewerbs leisten können.
Das Motto „unser Dorf soll Zukunft haben“ sollten wir ernsthaft verfolgen, denn das was uns derzeit geboten wird hat nur wenig mit der Entwicklung von Zukunft zu tun, es ist augenscheinlich viel zu kurzfristig gedacht.
Wir brauchen Zukunft für Quartier Dorf, die sich nicht auf die nächsten fünf Jahre reduziert oder sich auf den nächsten Wettbewerb bezieht, sondern Zukunft, die angesichts oder trotz sich ändernder Lebensbedingungen, Dorf als einen Ort darstellen kann, der sich der Herausforderung Zukunft stellt, ohne sich durch hermetisch angelegte Instrumente der Ausgrenzung, beherrschen zu lassen.

Udo Müller, Sprecher Ov. Ense




07.03.2020

Vaterlandsliebe

Robert Habeck hat erklärt, er könne mit dem Begriff Vaterlandsliebe nichts anfangen.
Das hätte ich unkommentiert so stehen gelassen, allerdings meinen Menschen anderer Parteien, um nur einen zu nennen, auch Paul Ziemiak, dass man jemandem, der sein Vaterland nicht liebt, keine politische Verantwortung für dieses geben solle.

Ich fragte mich, wann ich mit diesem Begriff zuerst konfrontiert wurde und in welchem Zusammenhang.
Vaterland.
Das Land meines Vaters – ja, da hatte ich was in meinem Gedächtnis.
Mein Vater war Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs von der ersten Stunde an und hat nach seiner Gefangennahme durch russische Soldaten noch bis eine Woche vor Weihnachten 1949 in russischer Kriegsgefangenschaft verbracht.
„Für Führer, Volk und Vaterland!“ hatte man ihm gesagt.
„Der Dank des Vaterlands ist Dir gewiss...“ sagte mein Vater dazu.
Er hatte also ein Vaterland gehabt, das ihn in den Krieg schickte.

Meint Paul Ziemiak dieses Vaterland und dass Robert Habeck das lieben sollte?
Das glaube ich allerdings nicht.
Mein Vater hatte nach dem Zweiten Weltkrieg ein anderes Vaterland, eines in dem Herr Adenauer Bundeskanzler war und in dem es darum ging, Reparationszahlungen zu leisten und das Land wieder auf zu bauen – er hat mit gemacht, genau wie meine Mutter.
Mein Vater wurde in den Krieg geschickt, ich befasse mich gerade mit seiner Geschichte, und durfte für das Vaterland sein Leben aufs Spiel setzen. Er hatte Glück, diesen Irrsinn des Vaterlandes zu überleben. Nein, Vaterlandsliebe ist genau darum ein richtiger Irrsinn. Wenn ich meine Eltern betrachte, hat man von ihnen erwartet, das Hitlerreich ebenso zu lieben, wie die spätere Nachkriegsdemokratie und das Land nach 1968.

Wenn man, so wie ich, in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, sich noch gut an Prügelpfarrer und Prügellehrer erinnert und erst nach den 68ern in einem Land lebte, in dem man eine eigene Meinung haben und sagen konnte, kann man mit dem Begriff Vaterland und ebenso mit Vaterlandsliebe nicht viel anfangen.
Anfangen kann ich aber vieles mit dem, was unser Land ausmacht, mit dem Grundgesetz und dem Versuch Gerechtigkeit gegenüber jeder und jedem walten zu lassen.
Mit der Sozialen Sicherung, mit der Justiz und mit der Beteiligung des Volkes in Kommunen, Kreisen, Landtagen und dem Bundestag.
All das findet in meinem Land statt, und dieses Land wegen dessen, was es repräsentiert zu lieben ist etwas ganz anderes als Vaterlandsliebe.
Ich bleibe lieber dabei, meine Frau zu lieben, tue aber alles, dass das Land in dem ich lebe es Wert ist geliebt zu werden.

Udo Müller, Sprecher Ov Ense



04.01.2020

Gemeindeentwicklungskonzept

Ja, wir brauchen ein Gemeindeentwicklungskonzept und ja, Entwicklung ist nötig, geradezu unverzichtbar. Daher ist es notwendig, sich im Vorfeld bereits Gedanken zu machen, wie die Gemeinde Ense in Jahrzehnten aussehen kann und was heute zu tun ist, um das Leben auch in fünfzig Jahren noch lebenswert zu gestalten.
Wenn es keine Entwicklung gegeben hätte, wären wir vielleicht noch auf dem Stand der Bandkeramiker, wir erinnern uns an die Ausgrabungen, stehen geblieben.
Der Begriff Gemeindeentwicklungskonzept fiel mehrmals im Rahmen des Neujahrsempfangs, ebenso wie Industriepark, Gewerbegebiet und vieles mehr, was mit dem großen Industriegebiet im Zusammenhang steht, das Ense vermeintlich nur zum Vorteil gereicht.
Vor einigen Jahren stellte der Autor die These auf, Ense müsse sich entscheiden, ob es eine industriell geprägte Gemeinde sein wolle, die sich mit Werl und Neheim messen wolle, oder eine landwirtschaftliche. An dieser Haltung hat sich nichts geändert.
Übrigens: Schon im Enser Leitbild wird eine primäre landwirtschaftliche Ausrichtung der Gemeinde Ense groß geschrieben.
Auch wenn von vielen Ensern die These vertreten wird, wir behalten beides im Auge, drängt sich doch immer mehr der Verdacht auf, Ense steuere – sehenden Auges – wachstumsgeblendet in eine Industriealisierung, die in absehbarer Zeit ein zweites Stockwerk erforderlich macht.
Sah ich den Konflikt noch vor Jahren als einen zwischen Industrie versus Landwirtschaft, sieht die Situation schon heute ganz anders aus, denn das was in Ense unter Landwirtschaft verstanden wird ist bereits dermaßen industriealisiert, dass wir schon heute von einer fast ausschließlich industriellen Nutzung des Gemeindegebietes ausgehen können.
Die Grünen Kreuze sprechen eine Sprache für sich, denn sie untermauern die Forderung nach einem Status quo in der Landwirtschaft und stellen sich offen gegen eine Beschränkung des Gifteinsatzes und den geforderten Tierschutz. Natürlich ist das, so kann man hören, eine Entscheidung des Verbrauchers, der ja nur billige Lebensmittel kaufen will.
Kommen wir zurück zum Gemeindeentwicklungskonzept, einer konzeptionellen Ausrichtung in die Zukunft.
Und was die Zukunft angeht, stellt sich die Frage, was für eine Art von Landwirtschaft der Verbraucher der Zukunft, bereit ist, zu bezahlen. Schon heute ist klar, die von unserer derzeitigen Bundesregierung favorisierten Mindeststandards werden nicht auf Dauer tragfähig sein. Auch das hat ein Gemeindeentwicklungskonzept zu berücksichtigen, denn was nützt es Ense, wenn die Bauern ihre Produkte nicht mehr vermarkten können.

Diese Thesen machen bereits Eines deutlich.
Ein Gemeindeentwicklungskonzept kann und darf nicht in irgend einem Raum des Enser Rathauses entwickelt werden, sondern muss vom ersten Federstrich an einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein, um Anregungen und Ideen einzubringen.
Wir wollen ja nicht nur ein Rathausentwicklungskonzept, das sich auf eine Gemeinde bezieht, die nur in den Köpfen einiger Weniger existiert.

Udo Müller, Sprecher Ov Ense



03.10.2019

Statement der Grünen in Ense zum Thema Philippinos


(Zeitungen kürzen, daher hier unser vollständiger Text)

Unser schönes Landleben in Ense ist aus unserer Sicht gar nicht mehr so beschaulich und einladend, wenn man sieht, was sich im Höinger Industriegebiet vor allem am Wochenende abspielt.
Der Fall der philippinischen LKW-Fahrer zeigt deutlich einen Missstand. Vor unserer Haustür herrschen Verhältnisse, wie wir sie mit der Bismarck’schen Sozialgesetzgebung in den 1880er Jahren überwunden glaubten.
Ich will den Focus jetzt nicht auf das skandalöse Lohndumping legen, sondern auf die unwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen der LKW-Fahrer in Höingen. Nachweislich lag ihr Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Ense. Diese Menschen haben hier über Monate, manche von ihnen sogar bis zu 18 Monate im LKW geschlafen, auf dem Parkplatz in Höingen gekocht, ihre Wäsche gewaschen und die Wochenenden sogar ohne fließendes Wasser verbringen müssen. Also auch ohne Duschen und ohne Toiletten. Am Ende waren die Fahrer gar mittellos und obdachlos. Gut, dass wir sie in unseren Flüchtlingsunterkünften schnell unterbringen konnten.
Und diese philippinischen Fahrer in Höingen ohne fließendes Wasser, Duschen und Toiletten sind kein Einzelfall, sondern Normalität. Regelmäßig kampieren LKW-Fahrer für verschiedene Unternehmen ganze Wochenenden in unserem Industriegebiet.
Aus unserer Sicht stehen Verwaltung und Rat in Ense in der Verantwortung diese unhaltbaren Zustände zu beenden. Dabei ist es uns möglich und auch politisch schon mal diskutiert worden, zumindest sanitäre Anlagen für die Fahrer bereitzustellen.
Wir stehen hier in einer sozialen Verantwortung als Gemeinde mit einem starken Industriegebiet. Haben wir es nötig, die Schwächsten auszubeuten? Hier sollte das Verursacherprinzip gelten. Das heißt, die Firmen müssen sich an den Kosten beteiligen. Sie können nicht allein der Allgemeinheit zugemutet werden.
Diese Missstände zu besprechen und möglichst rasch konkrete Maßnahmen zu ergreifen ist aus unserer Sicht eine wichtige Aufgabe für das Gemeindeentwicklungskonzept, das wir in Ense unter anderem aus diesem Grund dringend brauchen.

Dr. Stefani Konstanti für Fraktion und PARTEIVORSTAND Ense






Zum Thema Lebensmittelsicherheit, Ernährung und Umgang mit unserem Planeten und seinen Ressourcen eine Dokumentation.





26.05.2019
Wir danken allen Unterstützern, Wählern und FreundInnen.

Das Europawahlergebnis in Ense
Ense-2019

Falls es jemand noch nicht kennen sollte, das ist das Originalvideo vom 18.05.2019 und es macht Sinn es sich an zu sehen.


Aktuell in Ense


Bremen am Rauschenberg
Alle reden von Biodiversität - und dann das!
Leider gibt es immer wieder Beispiele, bei denen man sich fragt, ja fragen muss, wie kann so was passieren?
2020



2020



Das ist also Artenschutz in Ense: man holzt im Januar Bäume und Büsche ab, lässt sie so lange liegen, bis sich Vögel zum Brüten und andere Lebewesen eingenistet haben, und zerhäckselt erst dann, zusammen mit allem was darin lebte…
Wildlife - Kükenschreddern, sozusagen...die Schuld trägt wohl ein Subunternehmer, aber zu diesem Zeitpunkt hätte es niemals gestattet werden dürfen…
Es ist zu hoffen, dass das angesichts vergangener Gespräche, in Zukunft nicht wieder passiert.






Wann ist ein Baum ein Baum?


Das ist gar nicht so eine blöde Frage, wie man denken mag.
Wenn er einen Stamm hat und eine Krone, ebenfalls, wenn er ein ausgeprägtes Wurzelwerk hat und der Wurzelteller nicht von Menschen, die es nicht besser wussten, durchtrennt wurde.
Dieses nicht verletzt wird.
Als Mitglied der Dorfkommission hat man das Vergnügen die schönsten Dörfer des Kreises zu bereisen und wird da mit Bäumen konfrontiert, die teilweise schon einige Jahrhunderte stehen und die Zeiten überdauert haben.
Die Zeiten der Kriege und des Friedens.
Man trifft auf Bäume, die die Französische Revolution, bzw. die Zeit mit erlebt haben und auch auf Welche, die schon den Dreißigjährigen Krieg überlebten. Ja, auch im Kreis Soest stehen solche Bäume als Zeitzeugen.
Es werden aber immer weniger und bei jedem alten Baum gibt es Menschen, die sich für seinen Erhalt einsetzen, denn eine Säge kann auch alten Bäumen ein schnelles Ende bereiten.
Darum ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich für den Erhalt einsetzen, denen es ein Anliegen ist, die Bäume auch nachfolgenden Generationen zu übergeben.
Wenn man dann wieder an die langen Zeiträume denkt, die so ein alter Baum überlebt hat, kommt man schnell zu einer Gedankenkette, die ich hier vorstellen will.
Bäume überleben nur dann, wenn es in jeder Generation über Jahrhunderte hinweg Menschen gibt, denen der Erhalt ein Anliegen ist.
Was das heißt kann man sich lebhaft vorstellen, wenn man weiß wie schnell so ein Baum der Säge zum Opfer fallen kann.
Angesichts dieses Umstands und der Tatsache, wie einfach so ein Baumleben, auch wenn es Jahrhunderte währte, zu zerstören ist, muss uns der Schutz und der Erhalt von Bäumen ein besonderes Anliegen sein.
Leider kann man sich da nicht immer auf den gesunden Menschenverstand verlassen.



In Fukushima musste ein Radius von 80 Kilometern evakuiert werden und wird für Jahrhunderte unbewohnbar bleiben!

Doch wie sieht es bei uns in Deutschland aus?
Hier haben wir fiktive Evakuierungsradien von ja 80km um aktive deutsche Kernkraftwerke (Daten erstellt von Maximilian Schönherr)
Deutsch: Die Illustration zeigt fiktive 80km-Radien um die zurzeit in Deutschland aktiven Kernkraftwerke herum. Im Falle des massiven Austritts radioaktiver Strahlung bei Unfällen oder im nicht geregelten Betrieb wird ein solcher Radius zur Evakuierung der Bevölkerung durchaus in Erwägung gezogen. Große Teile Nordwest- und fast das gesamte Süddeutschland wären dann nicht mehr bewohnbar.
English: This illustrations shows a map of Germany with large white spots. These spots symbolize an 80km radius around each of Germany's current nuclear power plants. This radius in case of a radiation problem is purely fictious but has been called realistic by the International Atomic Energy Agency (IAEA) in case of severe problems with reactors like in Fukushima in March 2011. According to this map large areas of north and south Germany would be inhabitable in case of massive failures of all currently active nuclear power plants.

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